Künstliches Auge
Der erkrankte Augapfel wird entfernt und durch ein künstliches Auge ersetzt. Optisch bleibt der gewohnte Gesichtsausdruck des Hundes dadurch weitgehend erhalten.
Nicht jeder Befund bedeutet OP - aber manchmal ist ein Eingriff die beste Option.
Die Diagnose "Erblindung" bedeutet nicht automatisch, dass operiert werden muss. Eine Operation wird in der Regel aus zwei Gründen in Betracht gezogen:
Eine Augen-OP ist ein mikrochirurgischer Eingriff und erfordert Spezialisten. Beachte vor der Entscheidung:
Die Zeit nach der OP entscheidet maßgeblich über den Erfolg. Unterschätze diesen Aufwand nicht:
Wenn Alter, Gesundheitszustand oder finanzielle Gründe gegen eine OP sprechen, ist das kein Weltuntergang. Solange der Hund schmerzfrei ist, kann er auch blind ein wunderbares, erfülltes Leben führen. Unsere Hunde definieren ihre Lebensqualität nicht über das Sehen, sondern über Gerüche, Fressen, Kuscheln und das Zusammensein mit ihrem Menschen.
Der Druck im Auge kann (zum Beispiel beim Grünen Star) so stark werden, dass die Schmerzen für den Hund unerträglich werden. Dann muss der Augapfel entfernt werden. Auch wenn das für uns Menschen zunächst schlimm klingt – für den Hund bedeutet es das Ende eines dauerhaften, quälenden Schmerzes. Bei der Entfernung gibt es zwei Operationsmöglichkeiten:
Der erkrankte Augapfel wird entfernt und durch ein künstliches Auge ersetzt. Optisch bleibt der gewohnte Gesichtsausdruck des Hundes dadurch weitgehend erhalten.
Nach dem Entfernen des Augapfels wird die Augenhöhle vernäht. Das Lid bleibt dann dauerhaft geschlossen.
Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. Lass dich dazu unbedingt ausführlich von deinem Tierarzt beraten, um die für deinen Hund passende Lösung zu finden.